Kunst & Kultur Viel los in Garding und Umgebung

Hier in Garding stehen Sie im Mittelpunkt. Nicht nur weil Garding in der Mitte der wunderschönen Nordseehalbinsel Eiderstedt liegt und es von Garding nur ein Katzensprung zu allen Stränden - nicht umsonst heißt es "Garding, Nordsee rundum" - und sonstigen Sehenswürdigkeiten der Halbinsel ist - nein, auch weil es ein Lebensgefühl ist, in Garding Urlaub zu machen.

Rundum Tummelum

Musikantenbörse

Die Gardinger Musikantenbörse – Das Original

Musikantenbörse

Rund 56 Bands und Musiker präsentiert der Musik für Garding e.V. an acht Dienstagabenden im Juli und August jeden Jahres.

Ob junge Band, alte Hasen des Musikgeschäfts oder ganz normaler Freizeit-Musiker, ob Jazz, Rock, Pop, Blues, Folk, Skiffle, Liedermacher, Reggae, Indie, Shanty, Rock ‘n Roll, Grunge, Metal, Ska, Rap, Punk, Schlager Beat, oder gar Chansons, bei uns sind alle Musiker mit Freude am Musizieren herzlich willkommen auf der Musikantenbörse!

Weitere Infos unter:
http://www.musik-fuer-garding.de/

Ausstellungen

Altes Rathaus

Der in Garding, im "Alten Rathaus" ansässige Förderverein für Kunst und Kultur Eiderstedt e.V. versteht sich als ein Zentrum für Kunst und Kultur in Eiderstedt.

Unterschiedliche Künstler der Gruppe KunstKlima zeigen mehrmals im Jahr vielbeachtete Ausstellungen im Alten Rathaus in Garding.

Informationen darüber sowie über alle weiteren Facetten des Vereins, wie unsere KuKi-Werkstatt und Literaturkreise, finden Sie auf den Internetseiten http://www.kunstklima.com/

Kirche

Kirche St. Christian in Garding

Kirche St. Christian
Kirche St. Christian

Auf der höchsten Erhebung der Eiderstedter Landschaft liegt die ursprünglich den Heiligen Christian, Bartholomäus und Maria Magdalena geweihte Kirche.

Sie beherrscht das Zentrum der kleinen Stadt, der 1590 von Johann Adolf, Herzog von Schleswig-Holstein, die Stadtrechte verliehen wurden, und ist der Mittelpunkt des Ortes.

Die Gassen und Straßen des Städtchens laufen sternförmig auf sie zu bzw. führen strahlenförmig von ihr fort. Klassisch kommt dadurch zum Ausdruck, was die Kirche ihrem Wesen nach sein will

Geschichte

Unschwer sind die zahlreichen baulichen Veränderungen wahrnehmbar, die die Jahrhunderte mit sich gebracht haben. Auffälligste Spuren sind die zugemauerten romanischen Fenster an der Nord- und Südwand des Kirchenschiffes. Sie verweisen auf die Anfänge des zweitältesten Kirchenbaues in Eiderstedt. Als Hauptkirche der Landschaft Everschop wurde sie 1109 gegründet. Der Ursprungsbau war bereits in Kreuzform angelegt, im Innern jedoch mit einer flachen Balkendecke versehen. Lediglich der Chorraum wurde noch nicht errichtet; vielleicht wölbte sich im Mittelschiff eine halbrunde Apsis nach Osten.

In der Gotik (1483-1488) wurde der romanische Bau dann gänzlich überformt und umgestaltet. Neben den großen Fensteröffnungen sind äußerlich sichtbarste Zeugen dieser Veränderung: der Anbau des Altarraumes, die Errichtung der Stützpfeiler und der Gewölbe sowie die Errichtung des Turmes. Ein hohes, spitzes Dach - der Dachansatz ist an der Ostseite des Turmes zwischen den Schallöffnungen noch deutlich erkennbar - zierte die Kirche und gab ihr das typische Aussehen eines gotischen Kirchbaues. Es war ein außerordentlich schwerwiegender Eingriff in die Optik des Gebäudes, als man im Jahre 1660 das Dach der Kirche, vermutlich aus praktischen Erwägungen, niedrig hielt und damit die Dachfläche verkleinerte. Es bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen, sich in das ursprüngliche Bild hineinzudenken. Ohne Reiz wird es nicht sein. Allerdings muss man diese Kirche erst betreten haben, um ihre besondere Eigenart und ihren Seltenheitswert zu erkennen.

Äußerlich gibt 'St. Christian' nicht zu erkennen, dass es sich bei ihr tatsächlich um ein Unikum handelt. Die Gardinger Kirche ist einzigartig in der Landschaft und weit darüber hinaus im gesamten norddeutschen Raum. Zunächst stellt sie die einzige, noch ganz eingewölbte Kirche dar; lediglich die Gewölbe im Turm sind nicht oder nicht mehr vorhanden. Wohl sind in Eiderstedt gewölbte Altarräume erhalten, aber kein einziges Kirchenschiffgewölbe. Das eigentliche Charakteristikum ist die Zweischiffigkeit des Kircheninneren.

Im nordelbischen Raum findet man, außer in Krummesse bei Lübeck und Petersdorf/Fehmarn, keinen weiteren zweischiffigen Kirchenbau. Wo baugeschichtlich die Einflüsse für diese zweischiffige Hallenkirche liegen, ist bisher nicht erforscht. Bekannt ist lediglich, dass im skandinavischen Raum noch heute auf der schwedischen Insel Gotland 31 zweischiffige Kirchen erhalten sind. Möglicherweise blieb bei dem Wunsch, die Kirche einzuwölben, keine andere Wahl, als sich für die Zweischiffigkeit zu entscheiden, da die Breite des Kirchenschiffes nicht zuliieß, es mit einem einzigen Gewölbe zu überspannen. Der Gedanke daran, dass es vielleicht architektonisch Absicht gewesen sein könnte, erhöht den Reiz dieses Kirchenraumes nur. Es lohnt, den gediegenen und eigenwilligen Raum, dessen Gewölbe sich auf die zwei schweren Mittelpfeiler stützen, auf sich wirken zu lassen.

Ein weiteres, unverkennbares stilistisches Merkmal ist die deutlich erkennbare Kreuzform. Gardings Kirche ist die einzige im Lande, die ein wirklich ausgeformtes Querschiff besitzt. In Oldenswort ist dieses lediglich ansatzweise vorhanden. Der südliche Teil des Querschiffes, in den man durch den noch aus romanischer Zeit stammenden Rundbogen hineingelangt, ist wohl gegenüber dem nördlichen Querarm der ßltere. Am Eingang zu diesem Raumteil ist deutlich erkennbar, wie die stilistischen Epochen der Romanik und Gotik förmlich ineinander laufen. Wer Freude am baugeschichtlichen Werdegang der Kirche hat, mag zur Kenntnis nehmen, dass das ursprüngliche Niveau des Innenraumes im Jahre 1981 durch Absenken des Fußbodens wieder hergestellt wurde. Seitdem sind die Säulenfüße sichtbar, und der Innenraum wirkt gestreckter und schlanker. Denkt man sich jegliches Gestühl aus dem Kirchenschiff fort, mag vor dem inneren Auge das Bild einer typischen Wandel- und Prozessionskirche gotischer Prägung erstehen.

Das Schlüsselloch der Eingangstür soll übrigens auf einer Höhe mit der Kirchturmspitze der Tönninger Kirche liegen.

Gemeindebüro

Inke Schauer
Markt 4
25836 Garding

 04862 - 1 72 67
 kg@kirche-eiderstedt.de
www.sankt-christian.de

Geschichte

Die Geschichte Gardings

Kupferstich Garding - zeitgenössische Darstellung
Kupferstich Garding

Der Name "Garding" hat sich im Laufe der Geschichte langsam herausgebildet. So wird er zuerst in einer Urkunde des Lunder Erzbischofs um 1187 genannt. König Waldemars Erdbuch berichtet 1231 von Giaethningheret (Gardingharde), Harde = Landschaft, Verwaltungseinheit.

Im Jahre 1300 wird Garding als Gherdinghe erwähnt.
Weitere Schreibweisen des Städtenamens: Gething (1187), verschrieben für Gerthing, Gerdingen (1438) und Gardingk (1509). Die verschiedenen Schreibweisen hängen mit der Entwicklung der Umgangssprache, dem Plattdeutsch, in Garding und auf Eiderstedt zusammen.

Gardings Stadtrecht
Kupferstich Garding - zeitgenössische Darstellung

1590 verlieh der Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf Johann Adolf Garding das Stadtrecht. Garding wurde im Rahmen der wirtschaftlichen Pläne der Gottorfer Herzöge zur Stadt. Etwa zur selben Zeit erhielten Husum (1603) und Tönning (1590) ihre Stadtrechturkunden.

Es gab wahrscheinlich schon lange eine Fleckensverfassung und 1575 einen Wochenmarkt, der jeden Dienstag, bis heute, abgehalten wird. Hinzu kam eine fürstliche Waage. So wurde der Handel in Garding angeregt und der Gottorfer Herzog konnte die Steuern kassieren.

Hafenstadt Garding

Die Süderbootfahrt, ein künstlicher von der Nordsee landeinwürts laufender Kanal, mit seinen neuen Berufen für Arbeiter und Schiffer, prügte für Jahrhunderte das Stadtbild. Vermehrter Im- und Export veründerte das Wirtschaftsleben. Als Hafenstadt hatte Garding nach Fertigstellung der Süder- und Norderbootfahrt fast bis zum 20. Jahrhundert Handelsverbindungen nach England.

Auszug aus einem zeitgenössischen Bericht

"Im April begann der Transport mit Brennholz, das im Winter in den Waldungen der Geest geschlagen und gestapelt worden war. Abschließend wurden Kaufmannswaren aller Art befördert. Es landeten in Kating-Siel die Schiffe mit amerikanischem Pökelfleisch, kanadischem Mehl, englischer Nusskohle, holländischem Rohtabak in großen Fässern für die Gardinger Tabakfabrik, dazu Hamburger Sirup, Jamaika-Rum und alle sonstigen Lebensmittel.

Mit Hilfe der auf jedem Schiff mitgeführten Schiffswinde hievte man alle Lasten in die an- gelegten Boote, die bei erreichter Fluthöhe durch die Außenschleuse gezogen wurden. Die Lastboote wurden vom Steuermann mit der Schleppe um den Nacken an einer etwa 30m langen Leine gezogen."

"Die Abfahrt begann je nach den Gezeiten um 3.00 Uhr morgens ab Kating-Siel. Gegen 6.00 Uhr traf das Boot, nachdem es sechs Brücken passiert hatte, in Garding ein. Nicht selten wurden selbst Schulkinder beim Schleppen eingesetzt. Bei der Steinbrücke am Otternloch wurde gewechselt. Der Steuermann begab sich dann ans Steuer. Das Schleppen übernahmen andere...

Bei der Ankunft in Garding wurden zunächst alle Ablader bestellt. Die Entladung erfolgte beim Speicher. Da ein Flaschenzug oder ein Gewinde fehlte, mussten jedes Mal 200 – 300 Säcke, die mit je 200 Pfund gefüllt waren, geschultert werden. Auch die Bootsführer mussten bei der Abladung mit einspringen, da die Frachter auf Löschung der Ladung drängten."

Theodor Mommsen

Theodor Mommsen - Literaturnobelpreisträger
Theodor Mommsen

Die Stadt Garding ist stolz auf ihren berühmtesten Sohn, den am 30. November 1817 in Garding geborenen Wissenschaftler Theodor Mommsen.

Ein Professor, dessen Wirken besonders durch sein klassisches und darum dauerndes Werk der Römischen Geschichte 1902 mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur gewürdigt wurde.

Vita
  • Theodor Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding als 1. Kind des Pastors Jens Mommsen und Sophie Elisabeth, geb. Krumbhaar geboren.
  • Im Jahre 1821 übersiedelte die Familie nach Oldesloe.
  • Von 1834 - 1838 besuchte Mommsen das Altonaer Gymnasium, anschließend studierte er von 1838 - 1843 zusammen mit Theodor Storm - mit dem er eine "Studentenbude" hatte - Jura an der Universität in Kiel.
  • Im Jahre 1843 brachten Theodor Mommsen, sein Bruder Tycho und Theodor Storm zusammen das "Liederbuch dreier Freunde" heraus, das heute als Schallplatte vom Liedermacher und Sänger Knut Kiesewetter, Garding, in vertonter und überarbeiteter Fassung vorliegt.
  • Von 1844 - 1847 unternahm er eine Studienreise nach Italien und Frankreich.
  • 1848 begleitete und unterstütze er die Schleswig-Holsteinische Erhebung als Redakteur und Kriegsberichtserstatter der Schleswig-Holsteinischen Zeitung in Rendsburg.
    Er musste nach dem Sieg Dänemarks das Land verlassen und hatte Professuren in Leipzig, Zürich, Breslau und zuletzt in Berlin.
  • 1854 heiratete er die Tochter seines Verlegers, Marie Reimer, in Breslau. Das Paar hatte zusammen 16 Kinder.
  • 1861 gründete er die "Fortschrittspartei" und war von 1873 - 1882 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und des Reichstages. Als entschiedener Gegner der Politik Bismarcks hat er verschiedene von Bismarck gegen ihn angestrebte Klageverfahren überstanden.
    Seine Hauptwerke waren: "Lateinische Inschriften", "Römische Geschichte", "Römisches Recht".
    Er war Ehrenbürger Roms, Berlins und Gardings und Mitglied mehrerer internationaler Akademien und gründete die "Theodor-Mommsen-Stiftung".
  • 1895 verliehen ihm die Satdtväter Gardings die Ehrenbürgerschaft.
    Der Text der Urkunde liest sich wie folgt:
    "In stolzer Verehrung der großen Dienste, die Herr Professor Dr.Theodor Mommsen in Charlottenburg
    auf dem Gebiete der Geschichtsforschung der Wissenschaft geleistet hat, haben die städtischen Kollegien seiner Vaterstadt Garding in der Sitzung am 28. Oktober 1895 einstimmig beschlossen, demselben auf Grund des §11 der Städteordnung der Provinz Schleswig-Holstein vom 14. April 1869 das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.
    Zur Urkunde dessen wird gegenwärtiger Bürgerbrief hiermit ausgefertigt.

    Garding, den 19. November 1895.
    Der Magistrat."
  • Am 10.12.1902 erhielt Mommsen als erster Deutscher den Nobelpreis für Literatur für sein klassisches Werk zur Römischen Geschichte.
  • Theodor Mommsen starb am 01.11.1903 in Berlin und fand seine letzte Ruhe auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof in Berlin/Kreuzberg.

Weiterführende Links

Stadterzählschilder

Stadterzählschilder
Stadterzählschilder

Die blauen Stadterzählschilder finden Sie an den historischen Sehenswürdigkeiten und Plätzen der Stadt Garding.

Um sich zurecht zu finden, fragen Sie doch einfach in der Tourist-Information nach dem Stadtplan. Dort sind alle Stadterzählschilder, bzw. alle Stadtionen eingezeichnet. Folgen Sie dem Spaziergang durch die Stadt und lassen sich durch die Informationen auf den Stadterzählschildern in das Garding von damals entführen.

Von Garding aus gibt es nicht nur viel zu sehen und zu erleben, hier hat man auch immer Zeit für einen netten Schnack. Hier haben Stress und Hektik keine Chance. Genießen Sie z.B. die einmalige Open Air Stimmung auf unserer Musikanten Börse von Juli-August. Oder bummeln Sie einmal durch unsere Künstlerausstellungen im "Alten Rathaus". Auch nach dem Wochenmarkt lässt es sich herrlich bei einem unserer Gastronomen bei einer Tasse Kaffee oder Friesentee entspannen, bevor es von Garding aus zu einem der vielen tollen Ausflugsziele geht.

Ob zu Fuß, als Fahrradtour oder mit dem Auto ist egal, für jede Art der Fortbewegung gibt es attraktive Ziele auf Eiderstedt.

Wir möchten Sie für Garding begeistern, aber auch über Eiderstedt informieren. Wir möchten Ihnen zeigen, was man auf Eiderstedt alles erleben kann und anstehende Veranstaltungen ankündigen. Wir zeigen Ihnen, dass es auch im kleinen Städtchen Garding Gastronomie für jedermann gibt und wenn noch Fragen offen bleiben, kommen Sie doch einfach zur Tourist-Information.

Gerne sind wir Ihnen auch bei der Suche passender Unterkünfte behilflich.
Schreiben Sie uns eine Mail:
 kontakt@garding.de
oder rufen Sie uns an:
 04862 - 469.