Ralf-Thomas Knippenberg

Pastor und Rockmusiker

Garding | „Ich bin Pastor mit Leib und Seele“, sagt Ralf-Thomas Knippenberg, der den Seelsorger in sich auch dann nicht vergisst, wenn er als Blues-Sänger auf der Bühne steht. Wobei der Blues für ihn nichts mit Traurigkeit zu tun hat, sondern pure Lebensfreude symbolisiert. „Musik ist Spaßhaben“, sagt er, will darüber aber auf keinen Fall Small Talk halten. Er wünscht sich ernsthafte Gespräche. „Da bin ich dann ganz schnell wieder Pastor – aber ein Pastor zum Anfassen“, sagt Knippenberg, für den die Übergänge zwischen seiner Berufung als Gottesdiener und der Liebe zur Musik fließend sind.

1962 in Niebüll geboren, wuchs Knippenberg teils in Flensburg, teils in Rodenäs auf dem Hof seiner Großeltern auf und entwickelte so eine enge Verbundenheit zur Westküste, zur Landwirtschaft und zur Natur. Pastor zu werden war für ihn keine berufliche Entscheidung, sondern vielmehr eine logische Fortsetzung seiner durch die Kirche geprägten Kinder- und Jugendzeit: „Ich war im kirchlichen Kindergarten und in der Jungschar, ging sehr gerne zum Konfirmandenunterricht und später in die Teestuben, Discos und Taizé-Angebote der Kirche. Abgesehen davon hatte ich einen wirklich guten Religionslehrer und war in der Friedensbewegung aktiv“, sagt er.

In seiner Familie war er seit vielen Generationen der erste, der Theologe werden wollte. Nach dem Studium in Kiel, Marburg und Hamburg und dem Vikariat in Schobüll und Hattstedt sammelte er erste Erfahrungen als Seelsorger in Kellinghusen. „Anschließend war ich 16 Jahre lang Pastor in Wesselburen. In Garding bin ich seit dem 1. November 2009“, sagt Knippenberg, der auch die Gemeinden Poppenbüll, Oster- und Westerhever betreut. In Welt zeichnet er auch für die Sommerkirche mit verantwortlich, die sich zum Ziel gesetzt hat, „Gott und die Welt in Dialog zu bringen“.

„Meine musikalische Parallel-Laufbahn startete ich als Vikar mit einer Schülerband der Husumer Hermann Tast-Schule“, sagt er. 2007 schloss er sich der St. Jürgen-Blues-Band an, die gegründet worden war, um in der St.-Jürgen-Kirche in Heide einen Blues-Gottesdienst zu gestalten. Das kam so gut an, dass die Band zusammenblieb und seitdem mehrmals jährlich auftritt. Der Gardinger Pastor ist dabei die „Cheframpensau“, wie er sich selbst schmunzelnd bezeichnet. Und tatsächlich rockt niemand die Bühne so hingebungsvoll wie Leadsänger Ralf-Thomas Knippenberg. Davon zeugen diverse Musikvideos im Internet.

Die Songs – teils selbst komponiert, größtenteils aber von den Rolling Stones und anderen Musikgrößen – haben oft einen sakralen Touch. „Und wenn nicht, muss man sie eben nur entsprechend interpretieren“, meint Knippenberg, für den der Blues „die menschlichen Gefühle erdet“ und dem Begriff der Buße sehr nahe ist: „Im Blues geht es wie im Leben um die Frage, wer ich bin, wie weit ich gehen kann und wo ich besser umkehren sollte“, sagt er und fühlt sich den „Grenzgängern“ besonders nahe. Nicht nur geografisch all jenen, die wie er im Grenzgebiet aufgewachsen sind, sondern allen, die sich mental auf oder an einer Grenze befinden. „Ich will die Menschen an den Rändern mit meiner Musik abholen und begleiten. So entsteht auch Bindung zur Kirche“, sagt Knippenberg, wieder ganz der Pastor. Auch deshalb verlegt er seine Gottesdienste gerne an ungewöhnliche Orte, tauft Menschen am Westerhever Deich mit Nordseewasser und gibt Brautpaaren an der Badestelle Stufhusen seinen Segen.

Ralf-Thomas Knippenberg engagiert sich bei den Pfadfindern, erarbeitet in einer „Vordenker“-Kommission Texte und praktische Ideen für Kindergottesdienste im deutschsprachigen Raum und spricht oft die plattdeutschen Andachten, die abends auf NDR 1 Welle Nord zu hören sind. Zum letzten Mal in diesem Jahr kann man ihn und die St. Jürgen-Blues-Band am Mittwoch (21.) ab 19 Uhr in der Gardinger Kirche erleben – am „Blues- und Bettag“, wie er sagt.

– Quelle: https://www.shz.de/21556122 ©2018

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