Neue Ausstellung

Raimund Behrend und Kai Quedens

Garding : Zwei Künstler und ihre Liebe zur Landschaft – Quelle: https://www.shz.de/25142292 ©2019

Die Ausstellung „Uthlande“ mit Werken von Kai Quedens und Raimund Behrend ist bis Mitte September in Garding zu sehen.

von Karin Rohr
15. August 2019, 09:04 Uhr

Garding | Die Weite des Wattenmeeres und der nordfriesischen Marschen fesseln beide Künstler: Raimund Behrend aus Oldenswort ebenso wie Kai Quedens von der Insel Amrum.

„Uthlande“ haben sie denn auch ihre gemeinsame Ausstellung im Alten Rathaus Garding betitelt, die bis 12. September einen Querschnitt ihrer Arbeiten präsentiert und zu einem spannungsvollen künstlerischen Dialog führt.

Unterschiedliche Sichtweisen

Denn die Liebe zur Landschaft eint Behrend und Quedens zwar, doch sie grenzt auch beide durch ihre unterschiedlichen Sichtweisen augenfällig gegeneinander ab.

Explosive Farbigkeit auf der einen Seite, fast monochrome Lichtmagie auf der anderen. Eitempera konkurriert mit Ölpastellkreide. Klar konturierte Flächen von plakativer Schönheit und abstrakter Anmutung wetteifern mit der atmosphärischen Dichte surreal wirkender Landschaftsräume. Beides hat seinen Reiz.

Schwelgen in Farben

Quedens schwelgt in Farben. In traditioneller Eitempera-Malerei sprengt er herkömmliche Sehweisen, setzt in reduzierter Formensprache in seinen Landschaften ein leuchtendes Blau neben ein Signalrot, intensives Gelb oder sattes Grün, gibt ihnen im Kontrast mit gebrochenen Farben expressives Gewicht und eine ganz eigene Dynamik.

Quedens‘ „Uthlande“ sind selbst dann aufregend lebendig, wenn er die unendliche Weite und kontemplative Ruhe Nordfrieslands zitiert.

Landschaft in einem stürmischen Farbenmeer

Er, der in Hamburg Kunst bei Siegfried Jonas studierte, immer wieder in Ausstellungen und Galerien auf sich aufmerksam macht, viele Preise errang und auch in der NDR-Sammlung „Licht und Weite“ vertreten ist, hat der Landschaftsmalerei neue, eigenwillige Konturen gegeben und sie in ein stürmisches Farbenmeer gesetzt.

Behrend arbeitet in Ölpastellkreide, mit der er durch Verreiben nebulöse Stimmungen von magischem Reiz erzeugt. Kühle Grau- und Blautöne, verhaltene Farbigkeit und Hell-Dunkel-Kontraste tauchen Wattenmeer und Halligen in ein geheimnisvolles Licht, das Zeit und Raum zu durchdringen scheint und den Landschaften eine surreal anmutende Atmosphäre verleiht.

Mystische Aura

Formen reduziert der Künstler auf ein Minimum: Objekte wie Häuser, Büsche oder Baken bleiben vage, erkennbar zwar, aber entrückt und rätselvoll und umgeben von einer geradezu mystischen Aura.

Der Melancholie und Einsamkeit des Wattenmeeres mit seinen klaren Linien und strengen Strukturen erliegt Behrend immer wieder, wenn er auf seinen ausgedehnten Deichwanderungen dem herben Charakter Nordfrieslands nachspürt und daheim im Atelier Gestalt gibt.

Künstler passen in keine Schublade

Quedens und Behrend, zwei Landschaftsmaler, die in keine Schublade passen und deren Werke so beredt für sich sprechen, dass bei der Eröffnung der Ausstellung auf lange Einführungen verzichtet wurde.

Stattdessen lieferten sich die eng befreundeten Künstler einen humorvoll-launigen Schlagabtausch und unterhielten virtuos mit Musik: Quendens an der Wiener Harmonika und Behrend mit der Mundharmonika.

Die Ausstellung „Uthlande“ ist bis 12. September im Alten Rathaus Garding zu sehen, Öffnungszeiten: donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie dienstags von 10 bis 13 Uhr. Dienstagsvormittags ist Raimund Behrend anwesend.

– Quelle: https://www.shz.de/25142292 ©2019

 

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