Fastnachtsboßelverein "Lüch op"

Es muss weitergehen

Faßnachtsboßeln in Gefahr

Der Gardinger Verein Lüch op sucht dringend Einlader, sonst kann der Boßelball am 23. Februar nicht stattfinden

Beim Boßelball werden auch Sketche gezeigt, hier ist  Thorsten Schacht als wilder Dirigent im Einsatz. rah
Beim Boßelball werden auch Sketche gezeigt, hier ist Thorsten Schacht als wilder Dirigent im Einsatz. rah

Garding Wenn die Zeiger der St.-Christian-Kirche zu Garding in der Silvesternacht auf 0 Uhr stehen, startet der Faßnachtsboßelverein „Lüch Op“ in das 136. Jahr nach seiner Gründung. Doch im Moment sieht es so aus, als müsste der Traditionsverein aufgelöst werden, was auch das Aus für den am 23. Februar geplanten und so beliebten närrisch angehauchten Boßelball bedeuten würde. „Wir haben bis heute keine Einladerpaare gefunden, und ohne Moos ist eben nichts los. Die beiden letzten Jahre konnten wir uns so hinhangeln, aber jetzt sind auch die Reserven der Vereinskasse erschöpft“, informiert der Vorsitzende Thorsten Schacht.

Die Faßnachtsboßelvereine haben in Garding eine lange Tradition. Immer im Februar wird einen Sonnabend lang fröhlich gefeiert – Umzug, Wettboßeln und Kaffee trinken am Nachmittag und am Abend ein fröhlicher Ball mit Büttenreden und Showeinlagen. In Garding gab es bis vor einigen Jahren noch drei dieser Vereine – 2009 stellte „Rin in de Tünn“ jedoch den Betrieb ein. Der Verein Schambüllsenn, Gaarngeest, Leegesee pflegt dagegen immer noch kräftig die Geselligkeit. Lüch op ist der älteste. Mitglied ist automatisch jeder Gardinger, der im Bezirk des Vereins wohnt.

„Een Boßeljahr is nu vergaan, de nien Inloader nu vor jüm staan. To’n Boßelball, da laad wi in…Lüch op“ – so beginnt ein selbst verfasstes Gedicht, mit dem seit eh und jeh alljährlich drei Paare die Mitglieder von Lüch op persönlich an den Haustüren einladen, um Einlass bitten, aber auch um „veel Pennunze“, also Bargeld für die Ausrichtung des Festes. Dafür ist der Eintritt für sie, Verwandte, Freunde und Bekannte frei. Mitglied ist jeder Einwohner des Bezirkes, der sich grob umschrieben von der Sandwehle über den Bereich des Marktes bis hin zur Hahneburg zieht. „Das sind in etwa 100 Haushalte“, so Kassenwartin Gunda Burmeister, seit 1999 Herrin der Finanzen. Sie selbst würde es mehr als schade finden, wenn alles abgesagt werden müsste. Aber es sei nun einmal so, dass alle Kosten für so eine Veranstaltung steigen. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Sie glaube einfach, dass sich bis zur Mitgliederversammlung am 5. Januar doch noch sechs Personen als Einlader finden. Das Vorstandsteam werde auf alle Fälle weiter Mund-zu-Mund-Propaganda machen.

„Es dürfen auch Nicht-Gardinger sein. Da gibt es keine Grenzen mehr. Ich kann nur sagen, einladen gehen macht Spaß“, sagt der Vereins-Chef. Es sei auch längst nicht mehr so, wie in vergangenen Tagen üblich, dass die Besuche bis tief in die Nacht dauerten. Er kenne noch die Zeiten, wo die Einlader regelmäßig gebeten wurden, auch noch länger zu bleiben. Dabei floss so mancher Tropfen Alkohol. „Das kann sich in heutiger Zeit niemand mehr leisten, und jeder hat durch viele Verpflichtungen Zeitdruck“, stellt der Vorsitzende fest. Ideal wären auch Pensionäre, die sehr gut die Senioren nachmittags aufsuchen könnten, denn nach 18 Uhr ließen sie – verständlicherweise – auch kaum jemanden mehr in ihre Wohnung. „Ich wünsche mir, dass es weiter geht, denn sonst würde ein Stück Gardinger Geschichte verloren gehen und die damit verbundene Geselligkeit.“ Info unter 04862/792 (Schacht). rah

Quelle: Husumer Nachrichten 15.12.18

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