GardingGardingerUnsere StadtGeschichte Gardings

Die Geschichte Gardings

Der Name "Garding" hat sich im Laufe der Geschichte langsam herausgebildet. So wird er zuerst in einer Urkunde des Lunder Erzbischofs um 1187 genannt. König Waldemars Erdbuch berichtet 1231 von Giaethningheret (Gardingharde), Harde = Landschaft, Verwaltungseinheit.

Im Jahre 1300 wird Garding als Gherdinghe erwähnt.
Weitere Schreibweisen des Städtenamens: Gething (1187), verschrieben für Gerthing, Gerdingen (1438) und Gardingk (1509). Die verschiedenen Schreibweisen hängen mit der Entwicklung der Umgangssprache, dem Plattdeutsch, in Garding und auf Eiderstedt zusammen.


Gardings Stadtrecht

1590 verlieh der Gottorfer Herzog Johann Adolf Garding das Stadtrecht. Garding wurde im Rahmen der wirtschaftlichen Pläne der Gottorfer Herzöge zur Stadt. Etwa zur selben Zeit erhielten Husum (1603) und Tönning (1590) ihre Stadtrechturkunden.

Es gab wahrscheinlich schon lange eine Fleckensverfassung und 1575 einen Wochenmarkt, der jeden Dienstag, bis heute, abgehalten wird. Hinzu kam eine fürstliche Waage. So wurde der Handel in Garding angeregt und der Gottorfer Herzog konnte die Steuern kassieren.


Hafenstadt Garding

Die Süderbootfahrt, ein künstlicher von der Nordsee landeinwürts laufender Kanal, mit seinen neuen Berufen für Arbeiter und Schiffer, prügte für Jahrhunderte das Stadtbild. Vermehrter Im- und Export veründerte das Wirtschaftsleben. Als Hafenstadt hatte Garding nach Fertigstellung der Süder- und Norderbootfahrt fast bis zum 20. Jahrhundert Handelsverbindungen nach England.


Auszug aus einem zeitgenössischen Bericht

"Im April begann der Transport mit Brennholz, das im Winter in den Waldungen der Geest geschlagen und gestapelt worden war. Abschließend wurden Kaufmannswaren aller Art befördert. Es landeten in Kating-Siel die Schiffe mit amerikanischem Pökelfleisch, kanadischem Mehl, englischer Nusskohle, holländischem Rohtabak in großen Fässern für die Gardinger Tabakfabrik, dazu Hamburger Sirup, Jamaika-Rum und alle sonstigen Lebensmittel.

Mit Hilfe der auf jedem Schiff mitgeführten Schiffswinde hievte man alle Lasten in die an- gelegten Boote, die bei erreichter Fluthöhe durch die Außenschleuse gezogen wurden. Die Lastboote wurden vom Steuermann mit der Schleppe um den Nacken an einer etwa 30m langen Leine gezogen."

"Die Abfahrt begann je nach den Gezeiten um 3.00 Uhr morgens ab Kating-Siel. Gegen 6.00 Uhr traf das Boot, nachdem es sechs Brücken passiert hatte, in Garding ein. Nicht selten wurden selbst Schulkinder beim Schleppen eingesetzt. Bei der Steinbrücke am Otternloch wurde gewechselt. Der Steuermann begab sich dann ans Steuer. Das Schleppen übernahmen andere...

Bei der Ankunft in Garding wurden zunächst alle Ablader bestellt. Die Entladung erfolgte beim Speicher. Da ein Flaschenzug oder ein Gewinde fehlte, mussten jedes Mal 200 – 300 Säcke, die mit je 200 Pfund gefüllt waren, geschultert werden. Auch die Bootsführer mussten bei der Abladung mit einspringen, da die Frachter auf Löschung der Ladung drängten."


Die Chronik

Ausführliche Erzählungen über die Geschichte Gardings finden Sie auch in der reich bebilderten Chronik der Stadt. Bestellmöglichkeiten und weitere Informationen zur Chronik finden Sie auf der entsprechenden Seite.

CD - Wir sind Garding

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